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15 Jahre

Notruf- und Beratungsstelle

für von Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch

betroffene Frauen und Mädchen

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  Sexualisierte Gewalterfahrungen von Mädchen und Frauen, bei denen neben Drohungen und körperlicher Gewalt ein Macht- und Vertrauensmissbrauch - in der Regel durch eine nahestehende Person - erlebt wird, sind die Traumata, die am häufigsten eine Posttraumatische Belastungsstörung auslösen. Sexualisierte Gewalterfahrungen sind Erlebnisse extremer Hilflosigkeit, die einen Angriff auf die gesamte Persönlichkeit und das körperliche sowie seelische Gleichgewicht darstellen. Das Lebensgefühl und die Haltung zur Welt werden nachhaltig berührt. Sie haben einen lebensbehindernden Charakter. In einer Beratung oder Therapie mit von sexualisierter Gewalt betroffenen Menschen stellt sich immer wieder die Frage, ob, wie und wann das Trauma zum Thema gemacht werden kann. Im Spannungsfeld von Stabilisierung in der aktuellen Lebenssituation und der Auseinandersetzung mit Gewalterfahrungen zur Bewältigung des Erlebten gibt es die Befürchtung, dass es zu retraumatisierenden Erlebnissen in der Beratung oder Therapie kommen kann.

Die Veranstaltung soll Impulse geben zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten dieses Spannungsfeldes.
 
Zur Referentin:

Michaela Huber ist Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin und Ausbilderin in Traumabehandlung, Mitbegründerin des Zentrums für Psychotraumatologie in Kassel, Autorin zahlreicher Fachbücher.
Sie ist 1. Vorsitzende der Dt. Sektion der ISSD (International Society for the Study of Dissociation) und erhielt Auszeichnungen für ihre Verdienste auf dem Gebiet der Publikation und Fortbildung zum Thema der schweren posttraumatischen, dissoziativen Störungen.

Der Vortrag richtet sich an Fachkräfte aus psychosozialen, psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen, niedergelassene TherapeutInnen, Betroffene, UnterstützerInnen und Interessierte.

Die Akkredditierung bei der Bezirksärztekammer Pfalz und die Zertifi zierung bei der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz sind beantragt.


© Aradia e.V., 2006